Moorbaumschule Vennegerts

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Im "Drei-Länder-Eck" Niedersachsen - Nordrhein-Westfalen - Niederlande liegt in einer Resthochmoorfläche des südlichen Bourtanger Moores versteckt abseits von Hektik und Stress der 8 ha große Baumschulpark mit Rosengarten von Dorothee und Günther Vennegerts. 

Im Laufe von vier Generationen im Familienbetrieb entstand aus einem ehemaligen Moorsiedlerhof nach dem Krieg eine Baumschule. Nach Meisterprüfung und abgeschlossenem Gartenbaustudium, Fachrichtung Gartenarchitektur, übernahm im Jahre 1984 Günther Vennegerts den elterlichen Betrieb, der zu der Zeit Koniferen und Moorbeetpflanzen kultivierte.

Mitte der Neunziger Jahre brachte Ehefrau Dorothee als leidenschaftliche Rosenliebhaberin und -sammlerin von seltenen historischen und englischen Rosen ihren Ehemann Günter auf die Idee, in die bestehende Moorbaumschule einen historischen und englischen Rosengarten zu bauen, damit die seltenen Rosenschätze stil- und argerecht ausgepflanzt werden konnten.

Inzwischen ist nicht nur in dem über 1.000 m2 großen Rosengarten ein überwältigendes Blüten- und Duftmeer entstanden; auch hoch in den Kronen von alten Eichen, Kiefern und Tannen blühen und duften die sogenannten Ramblerrosen.

Von nun an schuf Günther Vennegerts Elemente im englischen Gartenstil rund um den Rosengarten herum. Beeinflusst durch eine sechsmonatige Tätigkeit in Japan mischt sich immer wieder asiatische Gartenkunst mit der Englischen.

Verschlungene Sparzierwege ziehen sich durch den Baumschulpark. Immer wieder stoßen die Besucher auf Plätze mit überraschenden gestalterischen Elementen. Skulpturen von Künstlern und Künstlerinnnen fügen sich in die natürliche Vegetation am Rande der Wege und Plätze ein.Viermal im Jahr finden auf dem Gelände des Baumschulparkes statt.

Bei Voranmeldung können auch Gruppenführungen durchgeführt werden.

Den Besuchern steht von März bis Oktober täglich nachmittags ein "Rosencafé" mit selbstgebackenem Kuchen offen.

Im September 2006 wurde ein Apothekergarten neu eröffnet. Apotheker Uwe Ammeling und Gartendesigner Günther Vennegerts aus Lingen hatten die Idee, mit einem Apotheker- und Heilpflanzengarten auf dem Gelände des Baumschulparks in Georgsdorf praktisches Abschauungsmaterial anzubieten. Für dieses Vorhaben konnten fünf weitere Apotheker und Apothekerinnen sowie weitere an der Naturheilkunde Interessierte sowohl aus dem Emsland als auch aus der Grafschaft gewonnen werden. Sie gründeten einen gemeinnütziger Verein als Basis für das Projekt Apothekergarten.

Eine Arbeitsgruppe des Vereins stellt zur Zeit ein hochwertiges Sortiment an Heilpflanzen unter sachkundiger Anleitung der Apothekerin Charlotte Erpenbeck aus Haselünne und des Apothekers Carsten Meiners aus Nordhorn zusammen. Die wichtigsten Heilpflanzen zur Selbstmedikation (mit Gebrauchsanweisung) stellt Frau Erpenbeck in einer begleitenden Broschüre vor. Die Kräuter und Heilpflanzen werden im Apothekergarten nach Anwendungsbereichen angeordnet. Einmalig in Deutschland ist die Anordnung der Pflanzbeete, die Formen der Körperorgane wie Herz oder Nieren nachbilden.

Über ein Kneippbecken, gestiftet von der Firma Rengers, leitet der Apothekergarten auch zu anderen alternativen Heilmethoden über.Der Apotheker Torsten Liening aus Groß Hesepe beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit der Information des Wassers, wie Trinkwasser, Heilwasser und Körperwasser, mit dem Ziel, die körperliche Vitalität und Lebensfreude zu fördern. Laut Apotheker Liening wird dieses Verfahren in den nächsten Jahren für größeres Aufsehen sorgen. Führungen und Vorträge für Studenten der Pharmazie, Berufsschulklassen medizinisch-therapeutischen Fachrichtungen, aber auch für interessierte Laien sind geplant.